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Die Flora


Wildpflanzen

Bretterpilz
In den gesamten Weiter Landen vorkommend, bietet der Bretterpilz eine wichtige Quell für Baumaterial. Er kann bis zu anderthalb Meter groß werden und seine schindelartigen Auswüchse verholzen über die Zeit. Sie werden häufig dafür genutzt Häuser zu decken oder, wenn in ausreichender Menge vorhanden, Wände damit zu verschalen. Das Material ist wasserabweisend und robust.

Dunkelbeere
Es handelt sich um einen Ableger der Kermesbeere des 21. Jahrhunderts. Die breitblättrige Pflanze trägt auffallend schwarz-rote Früchte, die zahlreichen Insekten Nahrung bietet, aber durch ihren hohen Anteil psychoaktiver Stoffe hauptsächlich in archaischeren Kulturkreisen als bewusstseinserweiternde Droge genutzt wird. Die Knollenartigen Wurzeln sind ausreichend gekocht essbar, führen aber bei zu häufigem Verzehr zu Kopfschmerzen und Übelkeit. Ein unangenehmer Nebeneffekt der aufgrund des hohen Nährstoffgehalts in vielen Gegend billigend in Kauf genommen wird.

Gelber und blauer Ginster


Nutzpflanzen

Erdzucker
Faustgroße Knollen mit einem kurzen, dornigen oberirdischen Blattanteil. Als Abkömmling der Zuckerrübe des 21. Jahrhunderts bilden sie eine der wenigen verfügbaren Zuckerquellen. Da Erdzucker vergleichsweise viele Bodennährstoffe benötigt, kommt er in den Weiten Landen kaum als Wildform vor und wird fast ausschließlich gezielt angebaut.

Meis
Eine ertragsschwache, dafür aber sehr anspruchslose Nachfolgepflanze des Mais. Meis wird vor allem dort angebaut, wo die Böden für anspruchsvollere Nutzpflanzen zu karg sind.

Ember
Eine Getreideart, die erst durch Weiterverarbeitung und Erhitzen genießbar wird. Unbehandelt ist Ember für Menschen giftig.

Fettmoos
Ein essbares, kalorienreiches, gelbes, aber bitter schmeckendes Moos. Ähnlich wie Klingenschilf ist Fettmoos eine Wildform, die jedoch beständig genug wächst, um bewirtschaftet zu werden. Eine künstliche Verbreitung oder Anpflanzung ist nicht möglich, da sich der „Kern“ einer Kolonie tief im Boden befindet und ihre Grundlage bildet. Die lokale Ausbreitung lässt sich allerdings begünstigen, indem geeignete Bedingungen geschaffen werden: tiefe, ganztägig beschattete Senken, erhöhte Bodenfeuchtigkeit und Felsen als Bewuchsuntergrund.

Blumun
Eine Pflanze mit dunkelvioletten bis nahezu schwarzen Blütenblättern. Sie bildet die Grundlage für das „Morphex“ genannte Opiat.

Kaffee
Kaffee wird aus gerösteten Rubinbeeren hergestellt. Die Rubinbeere ist ein robuster Abkömmling der Kaffeepflanze des 21. Jahrhunderts und wird fast ausschließlich am Rand des Salzkessels angebaut.

Tabak
Tabak wird vor allem im Südosten der Weiten Lande angebaut. Er gelangt entweder als Rohtabak zur weiteren Verarbeitung oder bereits in Form verschiedener Fertigprodukte in den Handel.


Heilpflanzen

Es gibt zahlreiche Pflanzen die Varianten heutiger Heilkräuter sind. Sie unterscheiden sich oft in Farbe, Größe und Potenz und können regional sehr unterschiedliche Bezeichnungen haben. Dazu gehören z.B. Kamille, Klette, Huflattich, Wegerich und Salbei.

Die Bezeichnungen dieser Pflanzen sind regional sehr unterschiedlich.

Man kann recht einfach Namen für verschiedene Heilpflanzen generieren in dem man Funktion + Bezeichnung kombiniert z.B.

blutstillend → Blutwurzel / Rotstrang / Rubinmoos
fiebersenkend → Schweißblüte / Zitterpilz
beruhigend → Schlafkraut / Schlummerranke / Orpheusgras


Fleischfressende Pflanzen

Sie sind ein Phänomen das zwar selten, aber praktisch überall in den Weiten Landen zu finden ist. Es handelt sich in Erster Linie um Pflanzensammlungen die durch eine Kombination aus teilbeweglichen Ranken, klebrigen Ausscheidungen, Dornen und nicht selten Kontaktgiften-und/oder halluzinogenen in der Lage sind größere Lebensformen an einen Ort festzuhalten bis diese verenden und dann als Nährstoffquelle dienen.


Die Flora im Westen

Waidwürger
Kiefer mit einer Höhe zwischen 1,00m und 1, 80m; giftige Nadeln und Dornen am Stamm, verdankt seinen Namen der färbenden Eigenschaften seiner Rinde-ausschließlich in der terre de origin zu finden.

Tränenstaub
In der terre de origin gibt es neben dem Waidwürger auslaufende Gebiete die mit bis zu sechs Meter hohen baumartigen Pflanzen überwuchert sind. Die Bewohner nennen diese „Tränenstaub„. Eine Bezeichnung die daher rührt das die großen, mit dem heutigen Bärenklau verwandten Pflanzen ganzjährig ihre Pollen und Samen abgeben die in Form von feinem Staub überall in der Luft schweben. Bei Hautkontakt verursachen sie im schwächsten Falle Rötungen und Jucken können aber auch Blasenbildung und Verbrennungen auslösen. Tränende Augen, Entzündungen und Atemwegsreizungen sind weitere unangenehme Effekte. Die Silwahn schützen sich durch eine blaue, aus Waiddwürger gewonnene Paste vor den Auswirkungen. Augen und Atemwege werden durch Masken (häufig bunt und aufwendig verziert) vor dem schädigenden Einfluß der Tränenstaubsporen bewahrt.


Die Flora im Norden

Klingenschilf
Die wichtigste Pflanze entlang der Schwelle ist das Klingenschilf. Ein zähes Gewächs das nahe der Wattstaubwüchse überleben kann und Höhen von bis zu zwei Metern erreichen kann. Es bildet lange Felderstreifen die ein wenig Schutz gegen die Stürme der Wüste und den Staub bieten. Klinegenschilf ist nicht zu kultivieren, bildet durch seine weitreichende Ausbreitung und Zähigkeit aber denoch eine der Lebensgrundlagen für die Menschen des Nordens. Ihre langen, schmalen Blätter können als Bedachung oder für verschiedene Flechtwerke verwendet werden. Die Wurzeln der Pflanze bilden bis zu tennisballgroßen Knollen die essbar sind und eine der Nahrungsgrundlagen der Schwelle darstellen. Ihren Namen verdient das Klingenschilf seinen harten, fein auslaufenden Blättern. Das durchqueren eine Klingenschilffelds ist nur mit Schutzbekleidung möglich, da die diese Blätter robust und scharf genug sind schwere Verletzungen zu verursachen. Aus diesem Grund beschränkt sich die Fauna im Klingenschilf auf sehr kleine Tiere oder größere Krabben, die aufgrund ihrer Panzerung gegen die scharfkantigen Pflanzen immun sind.
Die Knollen des Klingenschilfs können theoretisch ganzjährig geerntet werden. Während Artus und Dizang ist der Boden allerdings steinhart und erschwert das Ausgraben erheblich. In diesen Jahreszeiten trocknet ein Großteil der Blätter aus. Abgebrochene Schilfblätter können in zahlreiche harte Fasern zerfallen, die zu entzündlichen Splittern führen. Generell ist die Kunst beim Ernten von Klingenschilf weder zuviele Blätter noch alle Knollen zu entnehmen. Die Pflanzen sind zwar hochregenerativ, aber eine zu umfangreiche Beschädigung führt zu langfristigen Ernteausfällen.

Schattenknöterich
Neben Staubholz (in der Wattstaubwüste geborgenene Holzreste) stellt Schattenknöterich die wichtigste hölzerne Baumaterialquelle im Norden dar. Die langen, roten, daumenbreiten Stiele sind in Festigkeit und Flexibilität mit heutigem Bambus vergleichbar und werden entsprechend verwendet. Schattenknöterich bildet unterirdisch zusätzlich Wurzelwerke aus, die Durchmesser von bis zu 25cm und Längen von über 8m erreichen können. Den Namen verdankt die Pflanze dem starken Kontaktgift auf seinen tellergroßen Blättern, das zu epileptischen Anfällen und Blindheit führen kann. Vergiftungen durch Schattenknöterich verlaufen selten tödlich, können aber zu bleibenden Sichtbehinderungen und neuralen Störungen führen.

Wattrosen
Großblättrige Blütenpflanzen in der Wattstaubwüste.

Staubkrallen
Niedrig wachsende, krallenartige Pflanzen mit harten, gebogenen Ausläufern, die sich im lockeren Staubboden verankern. Sie stabilisieren Dünenränder und werden von Treittlern gefürchtet, da ihre Spitzen Leder und nackte Haut gleichermaßen durchdringen können. Getrocknet eignen sie sich als primitive Widerhaken oder Fallenmaterial.

Staubfänger
Flache, tellerartige Pflanzenkolonien, die in Senken wachsen. Ihre Oberfläche ist mit klebrigem Sekret bedeckt, das feinen Staub bindet und so eine scheinbar feste Kruste bildet. Tiere, die diese Fläche betreten, sinken langsam ein und werden von unterirdischen Ranken fixiert. Für Menschen gefährlich, aber meist nicht tödlich, solange Hilfe rechtzeitig kommt.