Mutationen

Aus Das Giftstaub-Kompendium
Wechseln zu: Navigation, Suche

Leben mit Veränderung

Die Umweltbedingungen sind in der Zeit von Giftstaub denkbar ungünstig. Die Durchschnittsstrahlung ist durch vergangene Nuklearschläge hoch und die dünnen Reste der Ozonschicht halten die kosmische Strahlung nur dürftig ab. Dazu kommen, durch die starke Umweltverschmutzung bedingt, zahlreiche mutagene Stoffe. Dem geschuldet weist praktisch fast jede Tier- oder Pflanzenart in irgendeiner Form Modifikationen und Mutationen auf. Der Mensch bildet dabei keine Ausnahme.

Als Mutanten werden ausschließlich Wesen/Menschen bezeichnet, welche die Stufe zum Tierischen überschritten haben. Sie sind nur noch rudimentär zur Kommunikation fähig und werden fast ausschließlich von ihren Instinkten beherrscht. Sie werden, wie andere Raubtiere auch, meist als Bedrohung wahrgenommen. Eine gesellschaftliche Integration ist auf der Stufe von Haustieren oder Wachhunden möglich. Prozentual werden sie nicht mehr der Weltbevölkerung zugerechnet.

Die Mutationsgrade lassen sich wie folgt unterteilen:


Keine sichtbare Mutation

Etwa 2% der verbliebenen Menschheit weisen tatsächlich keine Mutationen auf. Das kann an einem Leben in Isolation (z.B. einer unterirdischen Bunkeranlage) oder einer natürlichen, niedrigen Mutationsrate liegen. Sie werden von den anderen teils neidisch, teils ehrfürchtig als „reinblütig“ bezeichnet. Natürlich gibt es zahlreiche Mutationen die nicht von außen erkennbar sind. Dazu gehören verformte oder zusätzliche Organe, Änderungen im Blutbild, veränderte Knochenstrukturen usw. Meist sind sich diese Leute nicht bewusst, dass sie nicht „reinblütig“ sind. „Reinblütige“ haben normalerweise keine soziale Bevorzugung oder Benachteiligung.


Unwesentliche Mutation

Hierzu zählen alle Personen die mehr oder weniger starke Veränderungen aufweisen. Diese Veränderungen sind häufig nicht sichtbar. Veränderungen an Organen, Knochenbau usw. Einige Mutationen können deutlich offensichtlicher ausfallen. Dazu gehören ungewöhnliche Hautfarben oder -oberflächen, fehlende oder zusätzliche Finger, Augen, Ohren usw. sichtbar veränderte Knochenstrukturen, Knochen- und Hautauswüchse und zahlreiches anderes mehr.Diese Menschen werden nicht als Mutanten bezeichnet oder wahrgenommen. Im Regelfall werden sie nicht diskriminiert. Fraktionen, die Mutationen als etwas „schlechtes“ betrachten (namentlich das Uhrwerk) werden solche Menschen, als mit einem Makel behaftet ansehen. In den Weiten Landen reicht die Macht dieser Institution allerdings nicht aus diese pauschal zu verfolgen. Einen mutierten Menschen öffentlich zu verbrennen ist in einer Umgebung wo die meisten Leute Mutationen aufweisen schlicht unmöglich.Selbstverständlich können Einzelpersonen, die sich selber für „Reinblütig“ halten, Abneigungen gegen Menschen mit Mutationen haben. Vergleichbar ist das mit heutigem Rassismus. Wie gut das darstellbar ist, kann sich jeder selbst überlegen.

 

Auffällige/Exotische Mutation

Bei einzelnen Individuen können sehr extreme Veränderungen der Physis auftreten. Sie werden immer als „anders“ wahrgenommen und wirken fremdartig oder animalisch. Mutationen dieser Stufe sind z.B. ausgeprägte, funktionale Hörner, Klauen-, Scheren- oder Tentakelhände, Schuppen und Fell, zusätzliche Arme und/oder Beine, Flügelrudimente, Wolfsschnauzen, Chitinpanzer usw. Menschen mit solchen Mutationen müssen eher mit Anfeindungen rechnen, werden aber nicht generell verfolgt. Hier entscheidet vor allem das Auftreten und die potentielle Bedrohung, die vom einzelnen ausgeht.Beule und Stachel (gespielt auf dem „Trügerischer Frieden“) sind sehr gute Beispiele für diese Kategorie. Sie sehen extrem fremdartig aus, sind deutlich primitiver und stellen durch eine hohe Reproduktionsrate und ihre ausgehende Strahlung eine Bedrohung dar. Auf der anderen Seite sind sie zu Kommunikation und logischem Denken fähig. Sie bewegen sich also auf dem schmalen Grad zwischen „mutiert“ und „Mutant“. Hier muss jeder Spieler selbst entscheiden in welchen Bereich sie fallen. Als Gegenbeispiel haben wir Quartett. Ein großer Mutant mit vier Armen, der auf den Ersten Blick bedrohlich wirken könnte. Sein Verhalten, seine Kleidung und seine Umgangsformen unterscheiden sich aber nicht von denen anderen Menschen, mit weniger ausgeprägten Veränderungen. Leute die gegen (selbst vergleichsweise unauffällige) Mutationen Vorbehalte haben, werden ihn natürlich als besonders scheußlich ansehen. Den Status „Mensch“ verliert er deshalb aber noch lange nicht.

 

Kein Mensch mehr

Auch wenn die meisten Landläufer über kurz oder lang ein wenig mutieren, so gibt es doch auch extremere Fälle, denn  nicht alle Menschen leben in den relativ geschützten Gebieten der großen Siedlungen und jene, welche ihr karges Leben in den Öden bestreiten müssen, ähneln häufig mehr Tieren, als wirklichen Menschen. Diese bedauernswerten Geschöpfe sind  meist nur noch Instinkt gesteuert und von ihren Trieben geleitet. Sie kämpfen einzig für ihr Überleben und leben wie die Tiere, denen sie so gleichen, in Rudeln. Allerdings sollte man nie vergessen, dass auch diese Verlorenen einst Menschen waren, und in manchen vielleicht noch ein Funken Menschlichkeit glimmt.