Die Gruppierungen

Aus Das Giftstaub-Kompendium
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Chimären

Im Osten hat sich eine Bewegung formiert, die sich gegen die vermeintliche Unterdrückung von Mutierten auflehnt. Da es eine solche nur in wenigen Gebieten wirklich gibt (Machteburg, Punkt P, Die Frankenfurt), stoßen die Anhänger der Chimären eher auf Unverständnis. Mittlerweile haben  sie sich durch das Abschlachten von in ihren Augen „Unterdrückern“ oder deren angeblichen Sympathisanten eine trurige Berühmtheit erlangt, die drin mündet das „Chimäre“ ein gängiges Schimpfwort für auffällig Mutierte geworden ist.

Heer der Gerechten

Kurz nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs in <a href="/gs/index.php?title=Bekannte_Orte#Barrelin_.28Siedlung.29">Barrelin </a>verstärkte sich die Bedrohung durch die Horde. Immer mehr Sippen drängten gen Westen. <a href="/gs/index.php?title=Indistrieherren">Industrieherren </a>und <a href="/gs/index.php?title=Handelskammer">Handelskammer </a>waren zu sehr in interne Konflikte verstrickt um den anrückenden Plündererbanden Herr zu werden. Zahlreiche Siedlungen um <a href="/gs/index.php?title=Bekannte_Orte#Barrelin_.28Siedlung.29">Barrelin </a>wurden überfallen.

Zu diesem sammelte ein bis dato unbedeutender Mönch aus einem Kloster des <a href="/gs/index.php?title=Uhrwerk">Uhrwerks </a>im barreliner Umland zahlreiche Menschen um sich. Vor allem Flüchtlinge und desertierte Miliztruppen der <a href="/gs/index.php?title=Indistrieherren">Industrieherren </a>schlossen sich ihm an. Mit diesem selbsternannten „Heer der Gerechten“ zog er gegen die Horde und verwickelte sie in zahlreiche blutige Kämpfe aus denen das Heer meist siegreich hervorging. Woher sie ihre Waffen beziehen oder durch wen sie versorgt werden ist noch unklar. Tatsache ist, das alle größeren Fraktionen diese neu entstandene Ansammlung an militärischer Stärke argwöhnisch betrachten.

Hullker

Die Hullker leben meist in festen Siedlungen, von wo sie ihre Schürfgründe aus bearbeiten. Die Nahrungsversorgung erfolgt über Viehzucht und einige karge Felder die selten mehr als eine Ernte pro Jahr zulassen. Vereinzelt wird Jagd auf die absonderliche Fauna der Wattstaubwüste gemacht, auch wenn man für diese Unternehmungen nie sich soweit von der Küstenlinie entfernen wüprde, das man sie nicht mehr sehen könnte. Die Hullker treiben mit den <a href="/gs/index.php?title=Wattl%C3%A4ufer">Wattläufern </a>Handel und gelegentlich mit Händlern der Hanse, die auf der Suche nach besonderen Artefakten vorbei kommen. Nicht selten verlassen die Jüngeren ihre angestammten Siedlungen um sich ihren Lebensunterhalt im Landesinneren zu erwirtschaften. Viele enden als Banditen oder billige Handelsware der GüV. Die Glücklicheren werden von den Handelsfamilien der Hanse, die ihre Hauptsitze entlang des ehemaligen Küstenstreifens hat, als Karawanenhelfer oder Handlanger eingestellt.
Hullker sind häufig abergläubisch und Fremden gegenüber misstrauisch. Sie bewohnen hauptsächlich die Reste alter Containerschiffe die sie zusätzlich mit Palisaden aus Schrott und Holzresten gegen die Kreaturen der Ebene versehen. In den Wracks gibt es abgeschottete Bereiche die eine gewisse Sicherheit vor dem Staub bieten.
Um sich in den Randbereichen der Wattstaubwüste zu bewegen nutzen sie Landsegler. Diese sind die effizienteste Möglichkeit sich fortzubewegen und werden oft auch von Schmugglern eingesetzt die angeblich am Handelskammerhaus Cold Fever vorbei mit der Armee von Juno regen Handel treiben. Leider taugen die Segler aufgrund ihrer Fragilität und dem Mangel an stetem Wind nicht zur innerländischen Nutzung.

Der Zorn der Geister

Gerade in den Monaten November bis März, wenn der Wind aus dem Norden kommt ist der Staub der Stürme schwarz und riecht nach Verbranntem und Blut. Die Wattläufer glauben das im Norden jenseits der Ebene eine Schlacht der Geister stattfindet, die jedes Jahr aufs neue entbrennt.
Die Hullker haben ihre eigene Auslegung. Aus ihrer Sicht sind diese Stürme einfach eine der zahlreichen schrecklichen Hinterlassenschaften der Altvorderen.

Industrieherren

 

Montanunion

Die Montanunion ist ein Zusammenschluss aus 4 Ansiedlungen (ca. 50 Leute pro Siedlung, inklusive Alte und Kinder) die sich hauptsächlich mit Bergbau und dem Erkunden von unterirdischen Anlagen befassen. (Ihre Ansiedlungen befinden sich im süd-westlichen Bayern um das Gebiet der heutigen Deponie Außernzell). In diesem Gebiet gibt es auch zahlreiche Ansammlungen von Siedlern, die im folgenden als „Goldgräber“ bezeichnet werden. Sie suchen selbstständig nach „Schätzen“, beugen sich aber den Weisungen der Montanunion. Dafür erhalten sie technische Unterstützung durch die (mittlerweile) mit solidem Wissen ausgestatteten Mitarbeiter der Montanunion. Im Falle eines Angriffs von außerhalb sind sie verpflichtet, das Siedlungsgebiet als Teil einer Miliz zu verteidigen. Für „präventive“ militärische Aktionen (Banditenjagd etc.) heuert man in der Regel <a href="/gs/index.php?title=S%C3%B6ldner">Söldner </a>an, die immer von mindestens einem Ranger begleitet werden.

Ein Goldgräber kann in die Union aufgenommen werden, wenn er mehre Jahre auf einem Unionsclaim gearbeitet hat und als fähig betrachtet wird. Es ist auch möglich durch Heirat Teil der Montanunion zu werden.

 

Die Goldgräber

Neben den von der Montanunion bewirtschafteten „Unionsclaims“ (häufig die ertragreichsten der Deponie), verdient die Union an den Goldgräbern. Sie verlangt eine jährliche Gebühr für die Eintragung eines Claims im Claimbuch (und damit die temporären Besitzrechte an diesem für den Goldgräber). Dafür garantiert sie den Abkauf des Mülls zu festen Preisen, stellt ihnen Baumaterial und, wenn notwendig, auch temporär technisches Personal zur Verfügung. Das ist natürlich nicht kostenlos. Auf der anderen Seite ist kein Goldgräber gezwungen diese Dienste in Anspruch zu nehmen. Für einen ambitionierten Arbeiter ist es durchaus möglich vergleichsweise wohlhabend zu werden, und sich im besten Falle in die Montanunion einzukaufen. Das es nur den wenigsten gelingt, liegt daran das ein Teil für den Beruf ungeeignet ist, und der andere den Gewinn in den Kneipen und Bordellen der Siedlung durchbringt.

Wirtschaft

Da die meisten gefunden Dinge erst weiter verarbeitet werden müssen, ist die Montanunion für die Abnahme größerer Mengen auf die Ressourcen der <a href="/gs/index.php?title=Handelskammer">Handelskammer </a>(Karawanenschutz, Handelskonvois usw.) angewiesen. Es gibt also zwei Arten von Handel: Den selbstständig von der Montanunion organisierten und den direkt an die Handelskammer weitergeleiteten. Der Handel in Unionshand macht etwa 25% des gesamten Handelsvolumen aus. Er beschränkt sich auf das nähere, jedoch nur dünn besiedelte Umland. In dem Vertrag mit der <a href="/gs/index.php?title=Handelskammer">Handelskammer </a>ist ausdrücklich festgehalten, das der Montanunion der Handel mit dem Umland vorbehalten ist. Dafür garantiert sie der Handelskammer eine feste monatliche Menge Material zu festgesetzen Preisen und verzichtet auf selbstständigen Handel z.B. mit <a href="/gs/index.php?title=Bekannte_Orte#Barrelin_.28Siedlung.29">Barrelin</a>. Trotz dieser wirtschaftlichen Verknüpfung hat sich die Montanunion ihre Unabhängigkeit bewahrt. Die Familie Peek unterhält einen gut gesicherten Handelsposten auf der Strecke Montanunion-Barrelin. Der Handelsposten befindet sich in dem Ruinenfeld Prach (ehemaliges Prag).

 

Ostländer

Vor einigen Jahren tauchten die ersten Gerüchte über die Ostländer auf. Von „Wilden“, bunt bemalt und mit archaischer Ausrüstung war die Rede. Die Händler im Osten trieben einfachen Handel mit den Einwanderern aus den Giftigen Steppen jenseits von <a href="/gs/index.php?title=Bekannte_Orte#Nu_Moskoh_.28Siedlung.29">Nu Moskoh</a>. Als es immer mehr wurden und die Horde gezwungen war weiter nach Westen auszuweichen, kam es auch zu den ersten offenen Konflikten mit der <a href="/gs/index.php?title=Handelskammer">Handelskammer</a>. Verschiedene Handelskammerfamilien, besonders jene mit ihrem Hauptsitz in Nu-Moskoh, entsandten „Befriedungsexpeditionen“ gegen die vermeintlichen Eindringlinge. Nur einzelne Handelsvertreter erkannten die neuen Möglichkeiten und strebten weiterhin friedliche Handelsverbindungen an (z.B. Miss Peek aus dem Handelshaus Peek).

Mittlerweile stellt das Gebiet südlich von <a href="/gs/index.php?title=Bekannte_Orte#Nu_Moskoh_.28Siedlung.29">Nu Moskoh</a> (heutige Ukraine und Moldawien) die Kontaktzone mit den Ostländern dar in der sie sich immer wieder blutige Kämpfe mit der <a href="/gs/index.php?title=Horde">Horde </a>liefern. Vereinzelt trifft auch weiter westlich auf kleine Verbände. Manchmal schließen sich Stammeskrieger der Ostländer, die ihre Familien verloren haben, auch Räuberbanden oder <a href="/gs/index.php?title=S%C3%B6ldner">Söldnergruppierungen </a>an.

Penta Komm

Viel weiß man über das Pentakomm nicht. Die nach der Invasion in den <a href="/gs/index.php?title=Bekannte_Orte">Weiten Landen</a> zurück gelassenen Truppen sind unterschiedlich groß und scheinen in der Armeestruktur des Pentakomm sehr unterschiedliche Funktionen eingenommen zu haben. Als Gemeinsamkeit kann man beobachten, dass sie immer von einem einzelnen Kommandanten angeführt der als General (englische Aussprache) bezeichnet wird. In aller Regel führen sie überlegene Militärtechnik im Feld. Im Verlauf der vergangenen Monate, hat diese immer häufiger den Weg in die Hände anderer Fraktionen gefunden. So sind die typischen Schrapnellwerfer auch bei der <a href="/gs/index.php?title=S%C3%B6ldner">Söldnergilde </a>und <a href="/gs/index.php?title=Handelskammer">Handelskammer </a>anzutreffen. Es handelt sich aber ausschließlich um Fund- oder Beutewaffen. Eine Reprodutkion ist, wie bei allen fortschrittlicheren Waffen, nicht möglich.
Obwohl sie von ihrem Heimatland und ihrer Kernarmee abgeschnitten sind, treten die Splittergruppen des Pentakomm meist expansiv auf. Inwiefern diese Gruppen miteinander kommunizieren oder zusammenarbeiten, ist aktuell nicht bekannt.

Phalanx

Als der Krieg zwischen den <a href="/gs/index.php?title=Indistrieherren">Industrieherren </a>in <a href="/gs/index.php?title=Bekannte_Orte#Barrelin_.28Siedlung.29">Barrelin </a>ausbrach, waren die Regelungen der Söldnergilde bezüglich Aufträgen auf dem Gebiet der <a href="/gs/index.php?title=Indistrieherren">Industrieherren </a>klar. Keine Kontrakte. Zu verworren waren und sind die Verbindungen von Fraktionen, Gefälligkeiten und wechselnden Allianzen. Das Oberkommando lehnte auch eine diesbezügliche Anfrage des <a href="/gs/index.php?title=Eurad">Eurad </a>ab, die um Truppen zum Schutz ihrer Zentrale im <a href="/gs/index.php?title=Bekannte_Orte#Barrelin_.28Siedlung.29">barreliner Wedding</a> ersuchten.
Einige Gildesöldner wandten sich direkt an ihre Hauptleute und baten darum, für den <a href="/gs/index.php?title=Eurad">Eurad</a> auch auf barreliner Grund und Boden arbeiten zu dürfen. Manche von ihnen waren euradgläubig und sahen es als ihre religiöse Pflicht, andere hatten bereits für die Brüder gearbeitet und als vertrauenswürdigen Auftraggeber schätzen gelernt. Der Generalstab der Söldnergilde einigte sich darauf, einer Handvoll Söldnern eine Sondererlaubnis zu erteilen. Die so entstandene Einheit wurde „Phalanx“ genannt und ihre Mitglieder verpflichtet, neben der Gildesymbolen, ein sichtbares Phalanx-Abzeichen zu tragen. Mittlerweile gibt es auch Söldner, die das Zeichen der Phalanx führen, um zum Ausdruck zu bringen, dass sie nicht alle Regelungen des Generalstabs billigen. Dennoch gelten die Kämpfer der Phalanx als loyal; auch wenn es Gerüchte gibt, sie würden eine Spaltung der Söldnergilde herbeiführen wollen.

Freie Söldner

Neben der Söldnergilde existieren auch zahlreiche freie Söldner. Die meisten lassen sich für vergleichsweise einfache Aufgaben wie Objekt- und Karawanenschutz anstellen, die sie zusammen mit anderen freien Söldnern oder an der Seite der Gilden bestreiten. Einige von ihnen organisieren sich in eigenen Trupps und genießen einen ähnlich zuverlässigen Ruf wie die Gilde. Dazu gehören zum Beispiel die „Jokers“ aus <a href="/gs/index.php?title=Barrelin">Barrelin</a>. Andere sind kaum mehr als käufliche Banditen oder korrupte Schläger.

Die Söldnergilde hat eine neutrale Position der Freien gegenüber, da sie in ihnen keine Konkurrenz sehen. Tatsächlich vermitteln sie gelegentlich Aufträge an denen sie sich nicht selber die Finger schmutzig machen wollen oder die nicht lukrativ genug sind.

Auf der anderen Seite betrachten einige der Freien die Gilde als unliebsame Gegner die ihre persönliche Freiheit zu Gunsten eines bequemen Lebens geopfert hätten.

Stämme

Die Weiten Lande vom Großen Labyrinth bis zu den Pfeilern der Welt haben unzählige Regionen die seit Jahrhunderten nicht erkundet wurden. Und so findet man überall kleinere und größere Stammesverbände. Sie auf Grund freiwilliger oder unfreiwilliger Isolation häufig auf dem Stand heutiger Jäger- und Sammlergesellschaften verblieben.

Wattläufer

Einige Nomadenstämme ziehen regelmäßig am ehemaligen Küstenstreifen entlang. Sie leben von ausschließlich von der Jagd. Sie gelten als furchtlose Kämpfer und sind die einzigen, die es wagen die Ebenen nicht nur zu durchqueren, sondern sich auch in ihnen aufzuhalten. Sie pflegen einen ausgeprägten Trophäenkult, was nicht wundert wenn man sich anschaut mit welch absonderlichen Kreaturen sie zu tun haben. Sie sind ein zähes Volk, das gelernt hat mit dem Unbill ihrer Umwelt zurecht zu kommen.
Die Hullker bezeichnen die Wattläufer abfällig als „Sandratten“, auch wenn sie mit ihnen regelmäßig Handel treiben.

Die Spuren der „Großen Schlangen“

Im Glauben der Wattläufer gibt es zwei gewaltige Schlangen, die täglich den Erdball von Norden nach Süden umrunden, um die Welt am drehen zu halten. Einige Krieger berichten davon, die Spuren dieser Schlangen in der Ebene bereits mit eigenen Augen gesehen zu haben.